Die Berichterstattung der Medien zum AfD-Bundesparteitag ist eine Farce!

Pünktlich zum achten Bundesparteitag der AfD liefern sich die Medien wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die dramatischste Überschrift und die reißerischste Deutung der Vorstandswahlen. Der hessische Bundestagsabgeordnete Jan Nolte, der selbst beim Bundesparteitag vor Ort war, meint hierzu:

„Während die Presse sich wie üblich nicht entscheiden kann, ob unser Parteitag vor Zerrissenheit oder einem stetigen Rechtsruck zeugt, bin ich mit dem vergangenen Wochenende sehr zufrieden. Wir haben einen starken Bundesvorstand gewählt, der die AfD 2018 in zwei weitere Landtage führen wird!“

Des weiteren sei es interessant zu beobachten, wie die deutschen Mainstream-Medien immer dann die sogenannten „moderaten“ AfD-Mitglieder aus dem Hut zaubern, wenn es darum geht, vermeintliche Rechtsrucke zu identifizieren und zu beklagen. Urplötzlich werden ganze Teile der Partei liberal-konservativ, wie es dann recht harmlos aus den Schreibstuben klingt, wo es sonst nur wenig differenziert heißt, mit der AfD säßen finstere Rechtspopulisten oder gar Nazis im Bundestag (O-Ton Sigmar Gabriel, SPD).

Man darf sich hier nichts vormachen: Zu keiner Zeit geht es den Medien um ein wirkliches Interesse an zukünftigen Richtungsentscheidungen der AfD. Auch der Parteikollege Pazderski wäre nach dem Bundesparteitag wieder undifferenziert in die dunkelbraune Ecke gestellt worden, so wie es zuvor schon mit Meuthen und noch früher mit Petry und Lucke geschehen ist. Denn die Berichterstattung der Medien folgt einzig und allein dem Prinzip „Teile und Herrsche“, das zum Ziel hat, den Eindruck einer zutiefst zerrissenen und vor allem stetig nach rechts wandernden Partei als Narrativ zu etablieren. So sollen AfD-Anhänger wie auch potentieller Wähler abgeschreckt werden.

Wie durchsichtig dieses Spiel ist, zeigt sich in der Rückschau vor allem anhand alter Berichte über die AfD, etwa aus dem Jahr 2013. Schon damals stand die Partei als Ansammlung „fremdenfeindlicher Europahasser“ in der medialen Wahrnehmung so weit rechts, dass man sich kaum vorstelle kann, wo sie vier Jahre später und nach zahlreichen Rechtsrucken angeblich stehen soll. Und so wird ein Gauland heute genauso verfemt, wie es die schreibende Zunft schon vor Jahren mit ehemaligen Parteivorsitzenden getan hat. Besserung? Nicht in Sicht. Das Potential der AfD, sich nach rechts zu bewegen, scheint in den Köpfen der Journalisten nahezu unendlich groß zu sein.

Derweil ist die AfD gestärkt aus ihrem achten Bundesparteitag hervorgegangen. Wenn die Wahlen des neuen Bundesvorstands eines gezeigt haben, dann doch, dass die Flügel der AfD darum bemüht sind, im demokratischen Prozess darum zu ringen, alle Strömungen innerhalb der Partei angemessen zu repräsentieren. Deshalb besteht der neu gewählte Bundesvorstand aus Vertretern aller Richtungen innerhalb der AfD, von Andreas Kalbitz, über Alice Weidel bis hin zu Steffen Königer. Natürlich kann ein solcher Wahlvorgang auch mal etwas länger dauern, aber genau das ist doch einer der entscheidenden Markenkerne der AfD! Endlose Klatsch-Orgien und 100-Prozent-Wahlergebnissen kennen wir von den Parteitagen der satten Etablierten nun wirklich zu Genüge!

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