Gestern im TV: Neuer ARD-Spielfilm zeigte deutsche Familie auf der Flucht nach Afrika: Wie die öffentlich-rechtliche Meinungsmache 2018 noch dreister wird!

Das Volk für staatliche Propaganda extra zur Kasse bitten? So dreist waren früher gerade mal die beiden Diktaturen auf deutschem Boden. Doch angesichts vergangener und zukünftiger TV-Produktionen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten kann man Stand Februar 2018 kaum noch verneinen, dass wir im „besten Deutschland aller Zeiten“ diesen traurigen Zustand inzwischen erreicht haben. Kein Film beweist das so deutlich, wie das gestern Abend in der ARD ausgestrahlte Flüchtlings-Drama „Aufbruch ins Ungewisse“ …

Der mit Gebührengeldern finanzierte Spielfilm zeigt ein Europa der nahen Zukunft, in der „rechte Regime“ die Macht übernommen haben und Abweichler, Muslime und Homosexuelle gnadenlos verfolgen. Von diesem Szenario rot-grüner Angstfantasien ab, zeigt das Machwerk die Flüchtlingskrise unter umgekehrten Vorzeichen. Hier fliehen nicht Afrikaner über das Mittelmeer, sondern Europäer in das durch einen Wirtschaftsboom plötzlich florierende und politisch stabile Afrika. Für diese „geniale“ Umkehr der Realität hat man sich in der ARD-Zentrale gewiss kräftig gegenseitig auf die Schulter geklopft.

Inmitten des dystopischen Szenarios schildert „Aufbruch ins Ungewisse“ das Schicksal einer deutschen Familie rund um Familienvater Jan Schneider, der mit seinen beiden Kindern Nick und Nora sowie Ehefrau Sarah aus dem inzwischen totalitären Deutschland fliehen muss, da ihm als Menschenrechtsanwalt dort das Gefängnis droht. Ein Frachter soll die Familie nach Kapstadt bringen, doch die Schlepper setzen alle Passagiere in viel zu kleinen Booten vor der Küste Namibias aus. Es beginnt eine Flucht-Odyssee mit ungewissem Ausgang.

Mit diesem Inhalt fällt es nicht allzu schwer, die volkserzieherischen Absichten des Spielfilms zu deuten, dessen „umgekehrte Perspektive“ den Zuschauer aufrütteln und für die Ideologie der Willkommenskultur empfänglich machen soll. „Seht her“, schreit einem das Machwerk wenig subtil ins Gesicht, „so könnte es dir auch mal gehen, Deutscher! Und nun öffne dein Herzen und die Grenzen für alles, was da kommt.“ Dass sämtliche Prämissen, die zu einer Flucht der Schneiders führten, rein aus der Fantasie der mäßig begabten Drehbuchauchtoren geboren wurden, interessiert vor diesem Hintergrund auch nicht mehr groß.

In seiner Absicht und Machart reiht sich das gebührenfinanzierte Fluchtspektakel nahtlos in eine ganze Reihe von Werken ein, die den öffentlich-rechtlichen Sendern den Ruf eingebracht haben, als Anstalten für betreutes Denken nur noch bestimmte Ideologien aus dem linken Spektrum zu bedienen. Sei es der AfD-Tatort, indem der konservative Parteiflügel versucht, linksextreme Attentate zu inszenieren oder ein ganzes Portfolio an emotional aufgeladenen Rührstücken, die „Flüchtlinge“ wahlweise als „edle Wilde“ oder „schutzbedürftige Bessermenschen“ verklärt: Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen und beweist, wie sehr sich die öffentlich-rechtlichen Sender als Weltanschauungs-Söldner der Willkommenskultur angedient haben.

Interessant ist auch, wer sich für die Produktion des aus Volkes Tasche finanzierten Spielfilms verantwortlich zeigt, denn hier offenbart sich der dicke Filz, der sich zwischen Politik und Medien breit gemacht hat. Auf dem Chef-Sessel der ausführenden Produktionsfirma „ARD Degeto“ sitzt nämlich niemand Geringeres als Christine Strobl, welche nicht nur die Ehefrau des baden-württembergischen CDU-Ministers Thomas Strobl, sondern auch die älteste Tochter von Wolfgang Schäuble, ebenfalls mächtiges CDU-Urgestein, ist. Dass eine solche Personalie für die angebliche Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks natürlich problematisch ist, zeigt sich nun erneut in der Umsetzung von Filmprojekten, die eins zu eins der Doktrin der merkel’schen Willkommenskultur folgen.

Der gebührenfinanzierte Film dreht dem Narrativ folgend etwa die Opfer-Täter-Beziehung um und schiebt die Homosexuellenverfolgung den Deutschen in die Schuhe, obwohl eine solche überhaupt nur noch in den muslimischen Ländern nennenswert praktiziert wird. Auch für die Verfolgung Andersdenkender brauchen wir in Deutschland keine rechte Regierung, denn in Zeiten von inflationären Volksverletzungsklagen, Antifa und Netzwerkdurchsetzungsgesetz sind wir bereits mit übereifrigen SPD-Ministern und CDU-Handlangern auf dem besten Weg dahin. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass der Film in seiner Darstellung nur wenig mit der Realität zu tun hat. Wäre er nämlich an dieser orientiert, würde sich Familienvater Jan Schneider mit Smartphone und Markenturnschuhen bewaffnet allein auf den Weg machen, während Frau und Kind im finsteren Deutschland zurückgelassen werden. Doch einen Fantasy-Film muss eine solche Authentizität nicht kümmern, schon gar nicht, wenn er maßgeblich aus dem Umfeld umtriebiger CDU-Clans kommt.

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